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Geändert am : 05.05.2022 10:15
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Brainstorming: Methoden, Regeln und die besten Tipps

Wer kennt es nicht? Lange, ineffiziente Meetings sind Bestandteil des Arbeitsalltages in vielen Firmen. Leider führt dies oft zu nicht zufriedenstellenden Ergebnissen, gerade wenn neue Ideen für das Unternehmen entwickelt werden müssen. Zusätzlich kostet die dafür aufgebrachte Arbeitszeit aller Anwesenden Geld – und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitunter natürlich auch kostbare Nerven. Sie denken, dass für gute Einfälle viele Köpfe notwendig sind? Das stimmt so nicht ganz. Denn einzelne Personen sind bei der Entwicklung von Ideen meist erfolgreicher. Doch auch sie brauchen die richtigen Rahmenbedingungen, damit die Kopfarbeit von Erfolg gekrönt ist. Hinzu kommt die persönliche Komponente. An manchen Tagen funktioniert es gar nicht mit der Konzentration beim Arbeiten und die Ideen bleiben schlichtweg aus. Gut also, wenn Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten können und sich gegenseitig bereichern. Aber selbst dann ist die Findung innovativer Lösungen auf Knopfdruck eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Oder etwa doch nicht?

Lassen Sie sich vom Gegenteiligen überzeugen. Mit den richtigen Tipps und Regeln für erfolgreiches Brainstorming lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und kommen einfacher auf neue Ideen, an die noch niemand bei Ihnen im Unternehmen gedacht hat. Wir fassen zusammen, was Sie dafür tun müssen und worauf Sie beim Brainstorming lieber verzichten sollten. Wenn Sie Alternativen zur Brainstorming Methode suchen, sind Sie hier ebenfalls genau richtig.

Brainstorming Historie und Definition

Alex Faickney Osborn, Werbefachmann, Autor und Gründer einer Werbeagentur in New York, entwickelte die Methode des Brainstormings, um gegen ineffiziente Meetings vorzugehen und Lösungen fortan auf kreative Weise zu erarbeiten. Das mittlerweile weit verbreitete Verfahren, welches aus keinem Büro mehr wegzudenken ist, entstand aus dem Grundgedanken „using the brain to storm a problem“. Die daraus entwickelte Kreativtechnik mit dem Titel Brainstorming erwähnte er im Jahre 1942 zum ersten Mal in seinem Buch „How To Think Up“. Rund 80 Jahre später profitieren immer noch eine Vielzahl von Kreativen und Kreativsuchenden von diesem zeitlosen Ansatz zur erfinderischen Problemlösung. Die Brainstorming Methode eignet sich darüber hinaus zur Produktentwicklung und weicht festgefahrene Strukturen und Arbeitsabläufe auf. Damit ist es ein ebenso gutes Mittel gegen Betriebsblindheit. Doch genauso zeitlos wie die Brainstorming Methode an sich, sind die Abläufe, Regeln und Vorgaben, damit die Anwendung tatsächlich zum gewünschten Erfolg führt.

Ablauf der Brainstorming Methode

Sie arbeiten in einer Gruppe, um zu einem vorher definierten Problem eine passende Lösung zu finden. Zu diesem Prozess werden verschiedenen Personen eingeladen, darunter auch Fachfremde. Beim Brainstorming selbst sind alle Gedankengänge willkommen, die von den Anwesenden eingebracht werden. Eine Person fungiert während des gesamten Ablaufes als Moderatorin bzw. Moderator, kommentiert und überblickt das Geschehen aus ihrer neutralen Haltung heraus. Die Ideenfindung ist der wichtigste Prozess im Brainstorming. Alle eingebrachten Kommentare können zum Beispiel auf einem Flipchart oder Whiteboard visualisiert und weiterentwickelt werden. Nach der Ideenfindung werden die eingebrachten Vorschläge analysiert und bewertet. Zu guter Letzt entsteht eine überschaubare Liste an erfolgversprechenden Lösungen.

Regeln für ein erfolgreiches Brainstorming

Die Brainstorming Methode baut auf vier klaren Regeln auf, die nicht nur für ein gutes Miteinander sorgen. Sie ermöglichen es erst, dass neue Ideen entstehen können, die andere ins Staunen versetzen und Sie zum Erfolg bringen werden. Folgende Punkte sind beim Brainstorming zur Erreichung Ihres gemeinsamen Zieles ausnahmslos zu berücksichtigen:

1

Regel im Brainstorming: Vermeiden Sie Kritik

Kritisierende, abwertende oder ablehnende Kommentare haben generell nichts bei der Zusammenarbeit mit anderen verloren. Doch es gehört zum Umgang in vielen Firmen dazu und wird daher meist nicht wirklich hinterfragt. Gerade im Brainstorming Prozess ist es jedoch fatal, wenn Ideen kritisiert werden, selbst wenn es als wertschätzendes Feedback geschieht. Und auch wenn Sie persönlich glauben, dass Ihre Kollegin oder Ihr Kollege mit dem Satz „Das kann ja nicht funktionieren“, eigentlich Recht hat – Kritik hat im Brainstorming absolut nichts zu suchen. Und das aus gutem Grund. Wenn Sie die Methode anwenden, sollte eine lockere und offene Arbeitsatmosphäre vorherrschen. Kritik könnte zum einen negativ aufgefasst werden und zusätzlich die Kreativität des gesamten Teams ausbremsen. Zum anderen bieten die vermeintlich unrealistischen und absurden Ideen meist eine gute Basis für geniale Einfälle. Achten Sie darauf, dass die „Keine Kritik-Regel“ nicht gebrochen wird damit nichts im Vornherein abgelehnt wird, weil der Vorschlag vielleicht zu unkonventionell oder unrealistisch erscheint. Sie verpassen sonst großartige Chancen.
2

Regel im Brainstorming: Sammeln Sie so viele Ideen wie nur möglich

Sie haben jetzt den Eindruck, dass es gar nicht auf die Qualität der Ideen ankommt, wenn es nur um die Menge geht? Damit haben Sie vollkommen Recht und gleichzeitig auch nicht. Denn jede Idee hat im ersten Schritt beim Brainstorming eine Qualität – nur wird Sie nicht nach ihrer Umsetzbarkeit bewertet. Selbst wenn Sie im späteren Verlauf wieder verworfen wird, hat sie vielleicht auf andere Weise zur Lösungsfindung beigetragen und zum Beispiel das Team inspiriert. Deswegen bringen Sie im Team ausnahmslos alles ein, was Ihnen einfällt. Lassen Sie die Köpfe rauchen, aber den Ehrgeiz und Wettbewerb beiseite. Es geht nicht darum, wer den besten Vorschlag oder die meisten Ideen hat, sondern viel mehr um die Teilnahme eines jeden Anwesenden, um zur endgültigen Lösung zu finden. In diesem Fall gilt ganz klar: Mehr Vorschläge führen zu einem besseren Ergebnis. Also – legen Sie los und lassen Sie die Ideen sprießen.
3

Regel im Brainstorming: Bauen Sie auf bestehenden Ideen auf

Klauen ist im Brainstorming erlaubt – oder besser formuliert: Lassen Sie sich durch bereits genannte Ideen inspirieren. Das ist nämlich der Grund, weshalb bei der Anwendung der Brainstorming Methode jeder noch so verrückte Gedanke eine unanfechtbare Daseinsberechtigung hat. Entwickeln Sie die Ideen weiter und kommen Sie auf diese Weise Ihrer Lösung Schritt für Schritt näher. Ermöglichen Sie es, dass auch die stilleren Kandidatinnen und Kandidaten zu Wort kommen. Denn diese haben meistens eine besondere Gabe: Sie beobachten sehr genau und können Gesagtes gut kombinieren, weshalb Sie häufig wertvolle und richtungsweisende Vorschläge einbringen.
4

Regel im Brainstorming: Ungewöhnliche und absurde Ideen sind mehr als willkommen

Es ist so wichtig, dass für diesen Punkt eine eigene Regel in der Brainstorming Methode geschaffen wurde. Denn kein Gedanke ist zu verrückt und keine Idee zu absurd, wenn Sie kreative Lösungen für Ihr Problem finden wollen. Seien Sie beim Brainstorming ein kreativ und fantasieren Sie ohne Limit. Um innovativ zu sein und neue Wege zu beschreiten, müssen Grenzen im Kopf überwunden und aufgelöst werden. Trauen Sie sich über den Tellerrand zu blicken und lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.

Ablauf eines Brainstormings

Für ein gelungenes Brainstorming werden verschiedene Schritte durchlaufen, die Ihre volle Aufmerksamkeit erfordern. Nicht ohne Grund wird der Brainstorming Methode nachgesagt, dass Sie nicht nur Spaß, sondern auch anstrengende Kopfarbeit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedeutet. Dabei sollten die folgenden Schritte hin zu Ihrer innovativen Lösung befolgt werden.

1

Phase: Die Ideen werden gesammelt

Alle Anwesenden bringen Ideen ein, die bei der Bewältigung der Aufgabenstellung dienlich sein könnten. Die für die Moderation verantwortliche Person trägt dafür Sorge, dass alle Ideen gesammelt und sie für die Gruppe sichtbar gemacht werden. Sie oder er erinnert bei Bedarf an die gemeinsamen Regeln.
2

Phase: Die Ideen werden geclustert und strukturiert

Mithilfe der moderierenden Person werden die Ideen sortiert. Dafür können Themen gebildet werden, worunter die sich ähnelnden oder thematisch passenden Vorschläge anzuordnen sind – ganz neutral, versteht sich. Achten Sie also unbedingt darauf, dass Sie in diesem Schritt nicht schon eine Kategorie bilden, die „nicht umsetzbar“ lautet. Die Beurteilung der Ideen findet nämlich erst im nächsten Schritt statt.
3

Phase: Alle Ideen werden bewertet

Nun wird es kritisch. Denn es geht so einigen Ideen oder ganzen Clustern an den Kragen. Es ist an der Zeit, die sinnvollsten aus der Vielzahl der Vorschläge ausfindig zu machen und diese entsprechend herauszufiltern. Der Schritt kann entweder in der großen Runde oder mit dem reduzierten Teilnehmerkreis geschehen. Dabei kann es zu kleineren oder größeren Diskussionen kommen. Die Moderatorin bzw. der Moderator fasst zum Ende nochmals die Ergebnisse zusammen. Wichtig ist, dass bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Einigkeit und Klarheit zu den wichtigsten Punkten herrscht.
4

Phase: Das Meeting wird nachbereitet und die Ideen umgesetzt

Eine Nachbereitung zu einem Meeting bedeutet, dass wichtige Informationen und Ergebnisse zusammengefasst und den Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern zugestellt werden. Auf den Ergebnissen aufbauend werden nun klare Ziele definiert, auf die es hinzuarbeiten gilt. An der erfolgreichen Umsetzung scheitern allerdings viele Teams. Erfahren Sie mehr dazu, wie Sie mit Hilfe von Selbstmanagement Methoden Ihre Ziele definieren und leichter verfolgen können.

So wichtig ist die Moderation beim Brainstorming

Jede an dem Brainstorming teilnehmende Person ist wichtig für den Arbeitsprozess – doch wird die falsche Moderatorin oder der falsche Moderator für das Thema gewählt, kann das folgenschwere Auswirkungen haben.

Die Moderatorin bzw. der Moderator ist nämlich für die Begleitung und Steuerung des Arbeitsprozesses verantwortlich. Für dieses Ziel nimmt die Person direkten Einfluss darauf, wie zusammengearbeitet wird und welche Atmosphäre dabei entsteht. Sie vermittelt, reflektiert und fasst zusammen. Dabei ist ganz besonders auf die Bekanntmachung und Einhaltung der Regeln für das Brainstorming zu achten. Darüber hinaus trägt eine Moderatorin oder ein Moderator dafür Sorge, dass die Arbeitsschritte und der Zeitplan befolgt werden und dass alle in der Runde zu Wort kommen. Die Meinungen der Stillen werden bei einer gelungenen Moderation genauso berücksichtigt wie die Kommentare der Aktiven. Es kann mitunter eine Herausforderung sein, ruhige Anwesende in den Arbeitsprozess aktiv mit einzubeziehen und die Dominanten in der Runde etwas auszubremsen, ohne sie vor den Kopf zu stoßen. Das setzt gute Menschenkenntnisse voraus. Aber auch bei der Bewertung der Ideen sind Feingefühl und Empathie gefragt.

Sie sehen: Die Moderation ist keine einfache Angelegenheit, aber geht mit viel Verantwortung einher. Das Unternehmen und die oder der Vorgesetzte erwarten sich schließlich Ergebnisse. Denn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen ihre Arbeitszeit für das Meeting auf und es handelt sich beim Inhalt oft um wichtige Angelegenheiten oder gar große Entscheidungen. Dieses Investment von Seiten des Unternehmens soll sich am Ende lohnen, damit das beste Ziel erreicht werden kann. Dabei muss eine wichtige Grundvoraussetzung gegeben sein: die Neutralität der moderierenden Person. Wird die Moderatorin oder der Moderator aus dem eigenen Team gewählt, kann es durch die Doppelrolle schnell zu einem Interessenkonflikt mit Folgen für das Ergebnis kommen. Auch die Chefin bzw. der Chef fällt definitiv raus. Denn das könnte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter blockieren, ungewöhnliche Ideen zu nennen oder sich im Arbeitsprozess aus Sorge über die Reputation überhaupt einzubringen – getreu dem Motto: lieber gar nicht auffallen als negativ.

Für eine gute, zielgerichtete Zusammenarbeit ist also jemand mit der Moderation zu beauftragen, die oder der keinen Vor- oder Nachteil durch das zu erarbeitende Resultat erhält. Daher wird bei der Wahl der Moderation gerne auf Externe gesetzt, was aber nicht zwangsläufig notwendig sein muss.

Wie kann man mit nicht umsetzbaren Ideen im Brainstorming umgehen?

Manche Ideen klingen anfangs vielleicht vielversprechend, sind bei näherer Betrachtung jedoch nicht realistisch. Und häufig sind nicht die notwendigen Rahmenbedingungen gegeben, die für eine Umsetzung notwendig wären, wie zum Beispiel finanzielle Ressourcen. Manche Ideen schießen außerdem am Ziel vorbei. Doch all diese Ideen müssen in dem Brainstorming Prozess konstruktiv verarbeitet werden. Hier erfahren Sie, wie Sie mit diesen Ideen umgehen und diese sinnvoll nutzen können, ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen:

  • Wertschätzen Sie jede Idee, bevor Sie diese aussieben, selbst wenn Sie genau wissen, dass die Umsetzung absolut unrealistisch ist. Denn wie anfangs beschrieben, ist jeder Vorschlag für den Prozess dienlich.

  • Haken Sie nach und lassen Sie sich die Details des Vorschlages erklären. Denn oft entsteht dadurch ein spannender Prozess, wodurch die Idee entweder weiterentwickelt oder ganz von selbst verworfen wird.

  • Lassen Sie sich die Rahmenbedingungen erklären, Gdie für die erfolgreiche Umsetzung notwendig wären. Sind diese nicht gegeben und kommt die bzw. der Vorschlagende von selbst darauf, können Sie mit der Einsicht der Person rechnen, ohne die Motivation zu schmälern.

  • Rufen Sie das Ziel in Erinnerung, wenn Sie das Gefühl haben, dass es aus den Augen verloren wurde. So finden alle Anwesenden wieder zurück zum ursprünglichen Thema. Ideen, die nicht damit übereinstimmen, werden ohne Emotionen verworfen.

  • Teilen Sie Ihr Gefühl mit, wenn eine Idee aus Ihrer Sicht so gar nicht stimmig ist. Denn das ist häufig unverfänglich. Denn Sie beziehen Sich auf Ihr Empfinden. So werden Bewertung und Person nicht vermischt und das Feedback geschieht neutraler.

  • Schaffen Sie einen Platz für gute Ideen in der Zukunft. Manchmal ist die Zeit einfach noch nicht gekommen, um eine bestimmte Idee umzusetzen, die aber genial erscheint. Gründe dafür können sein, dass zum Beispiel das Jahresbudget aufgebraucht ist, keine personellen Ressourcen vorhanden sind oder das Produkt gerade erst neu am Markt ist und andere Maßnahmen wichtiger sind. Bewahren Sie diese Ideen auf. Es wäre zu schade, wenn sie in Vergessenheit geraten würde.


6 Tipps für ein erfolgreiches Brainstorming

Die Wichtigkeit der Regeln und der detaillierte Ablauf wurden bereits ausführlich erläutert. Doch darüber hinaus gibt es noch allerlei Tipps und Tricks, die Sie für die nächste Brainstorming Veranstaltung berücksichtigen sollten.

1

Klären Sie die Fragestellung vor Beginn des Brainstormings,

damit dies nicht während des Prozesses zum Diskussionspunkt wird oder bei der Sammlung der Ideen zu Missverständnissen führt. Schon bei der Einladung zum Meeting sollte dargestellt werden, was das Ziel der Sitzung ist und welcher Frage Sie gemeinsam nachgehen werden.
2

Erläutern Sie die Regeln.

Die vier zuvor beschriebenen Regeln sind obligatorisch und damit die wesentliche Grundlage jeder Brainstorming Session. Stellen Sie sicher, dass zu Beginn alle Anwesenden über die Vorgehens- und Verhaltensweisen informiert sind und erinnern Sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer daran, wenn die Regeln nicht eingehalten werden.
3

Erklären Sie die Vorgehensweise.

Das Wort Brainstorming wird nämlich schon so inflationär verwendet, dass die ursprüngliche Bedeutung und die damit verbundenen Regeln und der Ablauf nicht allen in der Runde bekannt sein könnten.
4

Wählen Sie die richtige Gruppengröße und Zusammensetzung:

Je wilder Sie das Team mischen, desto vielseitiger werden die Vorschläge sein. Laden Sie also Kolleginnen und Kollegen aus anderen Arbeitsbereichen oder Abteilungen ein. So beugen Sie der Betriebsblindheit definitiv vor und erzeugen eine Vielfalt, was die Ideenfindung absolut bereichern kann. Ein Brainstorming Team kann bereits aus zwei Personen bestehen. Dabei gilt: so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
5

Kommunizieren Sie klare Zeitvorgaben,

denn sonst laufen Sie in diesem kreativen Prozess Gefahr, sich zeitlich komplett zu verzetteln. Für die Phase der Ideenfindung sollten Sie mindestens 30 Minuten einplanen. Die Bewertung der Vorschläge dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten.
6

Lassen Sie das Team zusammenrücken:

Schaffen Sie vor dem Beginn eine solide Vertrauensbasis und ein angenehmes Arbeitsklima für die Anwesenden. Teambuilding Maßnahmen eignen sich dafür hervorragend und müssen gar nicht lange dauern. Ist das erste Eis gebrochen, trauen sich die Personen viel eher, ausgefallene oder gar verrückte Ideen einzubringen, ohne dafür schief angeschaut zu werden oder sich über mögliche Konsequenzen Gedanken zu machen. Denn selbst wenn die Regeln für alle klar sind heißt das noch lange nicht, dass die Personen sie bereits verinnerlicht haben.

6 häufige Fehler im Brainstorming

Jetzt wissen Sie, worauf es ankommt. Trotzdem laufen Brainstormings nicht immer auf das gewünschte Ergebnis hinaus, weshalb der Methode gerne nachgesagt wird, dass sie unproduktiv sei. Woran das liegt? Selbst wenn Sie alle Punkte mehr oder weniger verinnerlicht haben, kann es zu Fehlern oder den falschen Rahmenbedingungen kommen. Entweder weil Sie sich mit Kompromissen zufrieden geben oder weil die Methode nicht ganz korrekt durchgeführt wird. Wir geben Ihnen einen Einblick in die Praxis und erläutern die häufigsten Fehler, die im Brainstorming immer wieder zu beobachten sind:

1

Brainstormen ist kein Synonym für gemeinsames Nachdenken.

Wenn Sie im Team händeringend neue Ideen sammeln müssen, dies aber ohne Moderation, klare Regeln, Ziel- und Zeitvorgaben geschieht, sprechen Sie bitte nicht von einem Brainstorming. Sie sind weit weg von der ursprünglichen Methode, wenn beispielsweise fünf Personen um einen Tisch herumsitzen und wild über jeden eingebrachten Vorschlag diskutieren. In der Folge werden Sie auch nicht zu Ihrem gewünschten Ziel gelangen.
2

Machen Sie keine Kompromisse bei der Moderation

und darauf verzichten sollten Sie schon gar nicht. Das ist und bleibt Ihr wichtigstes Werkzeug für den Brainstorming Prozess. Denn die Moderatorin oder der Moderator leiten das Meeting, vermeiden endlose Diskussionen und beziehen alle Anwesenden mit ein. Verschieben Sie den Termin lieber, als dass Sie ohne oder mit einer unpassenden Moderation an die Arbeit gehen.
3

Vorgesetzte sind eher kontraproduktiv

für den Brainstorming Prozess. Denn schließlich machen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer darüber Gedanken, wie Ihre Leistung bewertet wird, wenn die Chefin oder der Chef zuschaut. Zum einen entsteht spürbarer Druck und es herrscht ein Kampf um die beste Idee, wenn jemand aus der Chefetage anwesend ist. Das hat zur Folge, dass der kreative Prozess eingebremst wird – Druck hemmt bekanntlich. Zum anderen werden die genialen Vorschläge vielleicht gar nicht erst aus der Angst heraus eingebracht, weil diese vielleicht doch zu verrückt für das Unternehmen sein könnte.
4

Lassen Sie sich nicht zu frühzeitigen Bewertungen verleiten.

Warum der Punkt so häufig wiederholt wird? Weil es wirklich schwer ist, sich an diese Regel konsequent zu halten! Bewerten ist ein natürliches, menschliches Verhalten und dahinter steckt meistens keine böse Absicht. Dementsprechend sind Kommentare schnell und unreflektiert abgegeben, die aber den Prozess zur Lösungsfindung beeinträchtigen.
5

Vermeiden Sie Brainstormings unbedingt,

wenn die Entscheidung im Hintergrund längst gefallen ist oder dafür sowieso jemand anderes die Verantwortung trägt. Es erzeugt nämlich größten Unmut und Demotivation bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wenn die genialen Ideen hinterher abgeschmettert werden, obwohl sie absolut plausibel sind. Motivation im Job und Spaß an der beruflichen Tätigkeit sind wichtige Faktoren für ein gutes Betriebsklima. Es kann den Erfolg eines Unternehmens massiv beeinflussen. Durch solche Situationen verlieren Sie im schlimmsten Fall die Begeisterung und das Commitment der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das lässt sich kaum rückgängig machen.
6

Beenden Sie das Brainstorming niemals, ohne über die Zukunft gesprochen zu haben.

Verteilen Sie konkrete Arbeitspakete und definieren Sie die nächsten Schritte. Im Idealfall erhalten alle Anwesenden eine schriftliche Zusammenfassung. Denn die Idee kann noch so gut sein. Sollte es aber an der Umsetzung scheitern, weil die Nachbereitung zum Beispiel fehlt oder weil die nächsten Schritte nicht klar sind, war der Prozess wahrscheinlich umsonst.

Empfehlungen, wenn Sie die Brainstorming Methode allein durchführen

Klassischerweise findet Brainstorming in einer Gruppe statt, aber Sie können die Methode genauso gut abgewandelt als einzelne Person nutzen. Beachten Sie dafür die folgenden Empfehlungen:

  • Wählen Sie den richtigen Ort. Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, an dem Sie ungestört arbeiten können oder gehen Sie ins Grüne, wenn es Sie inspiriert. Ein Ortswechsel kann Ihre Kreativität fördern und neue Perspektiven ermöglichen. Egal, wo Sie Ihr Brainstorming durchführen wollen: Achten Sie darauf, dass Sie sich an dem Platz wohlfühlen.

  • Vermeiden Sie unnötige Ablenkungen durch Smartphone oder Unordnung am Arbeitsplatz. Wenn Sie sich trotzdem nur schwer konzentrieren können, lesen Sie nach, welche Konzentrationsübungen helfen können.

  • Setzen Sie sich klare Zeitlimits, sonst werden Sie sich wahrscheinlich in den einzelnen Schritten verlieren. Ohne Moderation müssen Sie sich schließlich selbst strukturieren.

  • Schreiben Sie alle Ideen auf, ausnahmslos und lassen Sie in diesem Schritt ebenfalls die Bewertung beiseite. Alternativ können Sie auch eine Mindmap zeichnen.

  • Erlauben Sie sich kurze Unterbrechungen um Ihre Arbeitsleistung zu erhalten. Erfahren Sie mehr dazu wie Pausen auf der Arbeit gut gelingen können.

  • Bewerten Sie zum Schluss und vermeiden Sie es, zu hart mit sich ins Gericht zu gehen. Wie in einer Gruppe ist in diesem Prozess jede Idee dienlich und wird Sie zum Ziel führen.


Ein Brainstorming mit sich allein hat Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite sind Sie allein effizienter und laut Studien mindestens genauso kreativ wie eine Gruppe. Es kostet dem Unternehmen aber weniger Geld. Zusätzlich können Sie den Zeitpunkt frei wählen – zum Beispiel in Abhängigkeit von Ihrer persönlichen Leistungskurve. Mehr über dieses Thema erfahren Sie übrigens im Beitrag Work-Life-Balance. Andererseits müssen Sie freie Kapazitäten für solch einen intensiven Prozess zur Verfügung stellen können. Denn Brainstorming bedeutet anstrengende Denkarbeit. In der Gruppe mit einer Moderatorin bzw. einem Moderator und mit einem festen Termin geht Verbindlichkeit einher und es macht wahrscheinlich auch mehr Spaß. Vielleicht sind Sie gar nicht der kreative Typ und profitieren enorm von dem Austausch in einer Gruppe. Schließlich verfügt jede Person über eigene Stärken.

Alternativen und Erweiterungen zum Brainstorming

Selbst wenn Sie alle Regeln, Tipps und Tricks befolgen, sind Sie von der Methode vielleicht noch nicht ganz überzeugt. Möglicherweise suchen Sie deswegen nach einer guten Alternative, um Ihr Repertoire an Kreativmethoden zu erweitern. Gut, dass es von der klassische Brainstorming Methode schon zahlreiche Abwandlungen gibt, die mögliche Schwächen des Ansatzes umgehen oder mehr Abwechslung in den Arbeitsprozess bringen.

1

Kopfstand-Methode

Keine Sorge – Sie müssen nicht sich selbst, sondern lediglich die Weise der Ideenfindung umdrehen. Dabei hilft Ihnen die Frage, welche Ideen oder mögliche Lösungen auf gar keinen Fall funktionieren können. So wird die gesamte Gruppe aus Ihrer Komfortzone hervorgelockt und dazu aufgefordert einen Perspektivenwechsel einzunehmen. Möglicherweise kommen Sie über diese Vorgehensweise auf neue Denkansätze, die Sie so noch gar nicht in Betracht gezogen haben. Bei dieser Methode sind Pessimismus und das Worst-Case-Denken explizit erwünscht.
2

Brainwriting

Sie wollen vermeiden, dass es zu kritischen Kommentaren kommt, die das Team bei der Entwicklung neuer Ideen hemmt und den Prozess blockiert? Darüber hinaus möchten Sie die schüchternen Kolleginnen bzw. Kollegen zur Mitarbeit anregen? Dann lassen Sie alle Personen mögliche Ideen aufschreiben. Auf DIN-A4-Blättern oder größeren Zetteln notiert, werden diese anschließend innerhalb der Gruppe ausgetauscht. So ergänzt und entwickelt das Team die Ideen gekonnt weiter, ohne dass sich jemand bloßgestellt fühlt oder immer nur die gleichen Personen zu Wort kommen.
3

Brainswarming

Die Methode ähnelt dem Brainwriting und verfolgt dasselbe Ziel, nämlich die stillen Personen in der Runde gleichwertig mit einzubeziehen. Allerdings werden beim Brainswarming alle Vorschläge auf kleinen Notizzetteln geschrieben und an einer Pinnwand, einem Whiteboard oder Flipchart gesammelt. Im Anschluss werden die Ideen besprochen und gemeinsam weiterentwickelt. Danach folgen die Clusterung und anschließende Bewertung aller notierten Vorschläge.
4

6-3-5-Methode:

Mit Hilfe dieser Vorgehensweise erhalten Sie jede Menge ungewöhnliche Ideen innerhalb sehr kurzer Zeit. Sechs Personen erhalten jeweils ein großes Blatt Papier. Jedes Blatt wird in eine Tabelle mit drei Spalten und sechs Zeilen unterteilt. Nun haben alle sechs Personen die Möglichkeit, drei Ideen innerhalb der vorgegebenen Zeit in die erste Zeile der drei Spalten Ihres Blattes zu schreiben. Danach werden die Ideen weitergereicht, damit eine andere anwesende Person das Aufgeschriebene weiterentwickelt oder ergänzt. Das geschieht insgesamt fünf Mal unter Einhaltung der zeitlichen Vorgaben. Der Vorteil: Sie erhalten enorm viele Ideen in kurzer Zeit, ohne dass Sie von den Anwesenden zerredet werden oder Personen sich aus dem Prozess komplett rausnehmen können. Allerdings kann der starre Ablauf zu Herausforderungen führen, etwa bei unterschiedlichem Arbeitstempo oder Verständnisfragen.
5

Provokationstechnik

Diese Methode kann besonders hilfreich sein, wenn Sie in einem kreativen Engpass festsitzen und sich nicht befreien können. Schlagen Sie gemeinsam gnadenlos über die Stränge, um die Grenzen im Kopf zu überwinden. Übertreiben Sie und ändern Sie alles ab – ganz gleich, ob es Ihnen in irgendeiner Weise realistisch erscheint. Lassen Sie sich nicht von gegenwärtigen und technischen Limits sowie rechtlichen oder gesellschaftlichen Möglichkeiten einschränken. In diesem Prozess ist alles erlaubt, was der Kreativität dient.

Beispiel: Wie sähe Ihr Produkt aus, wenn die Menschen in dem Zielland das Geld hätten, um es sich zu leisten?
6

Beenden Sie das Brainstorming niemals, ohne über die Zukunft gesprochen zu haben.

Verteilen Sie konkrete Arbeitspakete und definieren Sie die nächsten Schritte. Im Idealfall erhalten alle Anwesenden eine schriftliche Zusammenfassung. Denn die Idee kann noch so gut sein. Sollte es aber an der Umsetzung scheitern, weil die Nachbereitung zum Beispiel fehlt oder weil die nächsten Schritte nicht klar sind, war der Prozess wahrscheinlich umsonst.

Beispiel: Wie sähe Ihr Produkt aus, wenn die Menschen in dem Zielland das Geld hätten, um es sich zu leisten?

Fazit: Stützen Sie sich nicht nur auf eine Methode

Die Brainstorming Methode und damit verwandte Techniken können definitiv einen großen Mehrwert in Sachen Ideenfindung darstellen und neuen Wind in festgefahrene Strukturen bringen. Doch die Anwendung ist kein Garant dafür, dass Sie und alle anderen vor Kreativität sprudeln. Ein Brainstorming Prozess ist anstrengend und wird Ihnen so einiges abverlangen. Bereiten Sie sich persönlich auf solche fordernden Arbeitsphasen vor, indem Sie auf einen gesunden Schlaf am Tag davor achten, sich gesund ernähren oder kurz davor noch ein Powernapping einlegen. So tragen Sie noch mehr zum Erfolg bei.