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Arbeitspausen richtig nutzen: Die besten Tipps

Gerade, wenn man so richtig im Arbeitsfluss ist, denkt man selten an eine Pause. Dabei sind kurze Unterbrechungen wichtig, um Fehler zu vermeiden. Außerdem dienen sie dem Wohlbefinden am Arbeitsplatz – vorausgesetzt, man weiß sie richtig zu nutzen. Deshalb sind Arbeitspausen nicht nur angenehm, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. Sie sind für die persönliche Work-Life-Balance essentiell, egal ob angestellt oder selbstständig. Dennoch mangelt es in vielen Unternehmen und auch bei Selbstständigen an einer Pausenkultur. Wir helfen bei Ihrer zukünftigen Pausengestaltung und geben praxisnahe Tipps für die Umsetzung.

Diese Gesetze regeln Pausen auf der Arbeit

Nicht nur die tägliche Höchstarbeitszeit ist gesetzlich vorgegeben, sondern auch die Regelung von Pausen. Die EU-Arbeitsrichtlinie 2003/88/EG wurden in Deutschland durch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) umgesetzt, das für einen Großteil der Arbeitnehmer gilt. Für manche Mitarbeiter, Bereiche und Branchen gelten Sonderregelungen, wie etwa für Soldaten, Mitarbeiter der Kirche, bei Schichtarbeitern oder im Pflegebereich. Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) findet zum Beispiel für Arbeitnehmer unter 18 Jahren Anwendung. Die Gesetze sind als Mindestvorgaben zu betrachten und können durch einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung weiter ausgestaltet werden.

Abgrenzungen

Die Unterscheidung von Pausen und Arbeitsunterbrechungen ist wichtig, denn nicht jede eingelegte Pause ist auch eine unbezahlte Ruhepause. Folgende Arten gilt es zu unterscheiden:

  • Arbeitspausen sind unter § 4 ArbZG geregelt. Danach handelt es sich um Ruhezeiten, zu denen die Arbeit unterbrochen wird und vom Arbeitgeber nicht bezahlt werden muss, da sie Privatzeit darstellt. Ein Klassiker ist die Mittagspause. Wer 6 bis 9 Stunden am Stück arbeitet, hat ein Recht auf mindestens 30 Minuten Ruhezeit. Diese können auch in Zeitabschnitte von 15 Minuten oder mehr aufgeteilt werden. Ist man länger als 9 Stunden ununterbrochen am Arbeitsplatz, sind 45 Minuten Pause einzulegen. Bei einer Arbeitszeit von weniger als 6 Stunden besteht kein Anrecht auf eine gesetzliche Ruhepause.

  • Bildschirmpausen sind als Teil der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) durch die Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) geregelt. Diese stellt sicher, dass der Arbeitsschutz bei ununterbrochener Arbeit vor Bildschirmgeräten eingehalten wird. Damit sind besonders die klassischen Büroarbeitsplätze gemeint. Pro Stunde vor Monitor und Laptop sollten kurze Pausen von 5 bis 10 Minuten eingelegt werden. Andere einfache Tätigkeiten sind in der Zeit auch erlaubt.

  • Betriebspausen fallen dann an, wenn die Arbeit aufgrund von betrieblichen Rahmenbedingungen oder wegen technischen Ursachen wie einer Störung unterbrochen werden muss. Da sich die Arbeitnehmer laufend bereithalten müssen, gilt die Betriebspause nicht als unbezahlte Pause und ist zu vergüten.

  • Kurze Unterbrechungen, etwa für Toilettengänge oder um einen Kaffee zu holen, sind ebenfalls Teil der Arbeitszeit und werden mitvergütet.

  • Raucherpausen gehören nicht zur Arbeitszeit.

  • Ruhezeiten zwischen zwei Arbeitstagen: Nach § 5 ArbZG müssen zwischen zwei Arbeitstagen mindestens 11 Stunden Ruhe durch den Arbeitnehmer eingehalten werden.

  • Sonderregelungen sind möglich in Fällen wir Schichtarbeit, bei Bereitschaftsdiensten, aber auch im Hotel- oder Gastronomiegewerbe.


5 Tipps, wie Sie an Pausen bei der Arbeit denken

Wenn die Deadline näher rückt und noch viel zu tun ist, fällt es so manchem Arbeitnehmer schwer, die Arbeit zu unterbrechen. Entweder er bemerkt gar nicht, wie die Zeit in Windeseile verstreicht oder er gönnt sich die Mittagspause einfach nicht, weil der volle Schreibtisch an die vielen zu erledigenden Aufgaben erinnert. Doch wer denkt, dass Pausen unproduktiv sind, sollte jetzt unbedingt weiterlesen.
Regelmäßige Unterbrechungen erhalten die Leistungsfähigkeit, fördern die Kreativität und helfen bei der Konzentration der Mitarbeiter. Im Endeffekt kann die Produktivität dadurch sogar steigen und die Fehlerquote gesenkt werden. Außerdem ist die Erledigung von Aufgaben unter Müdigkeit deutlich anstrengender. Das heißt konkret: Lieber eine Pause einlegen, diese sinnvoll nutzen und dafür nach sorgfältig erledigter Arbeit abends fitter sein, als gestresst durchzuarbeiten, dabei mehr Fehler zu machen und im Feierabend ausgelaugt auf der Couch zu landen. Die Arbeit für einen Moment liegen zu lassen ist also mehr als sinnvoll.
Doch wie schafft man es auch in stressigen Phasen an die Mittagspause und kurze Unterbrechungen zu denken?

  • Ein Termin mit sich selbst: Pausen im Kalender blocken
    Pausen einzulegen ist eine Frage der Selbstorganisation am Arbeitsplatz. Wenn Sie ständig von einem Meeting zum anderen hetzen und in Arbeit untergehen, blocken Sie kurze Auszeiten und die Mittagspause in Ihrem Kalender – am besten gleich als regelmäßige Zeitfenster für jeden Arbeitstag. So ist von außen klar ersichtlich, dass Sie zu der Zeit nicht verfügbar sind. Wenn Sie Ihre Pause nicht an die große Glocke hängen wollen, können Sie den Termin auch als privates Ereignis einstellen. Ein weiteres Plus: Die Erinnerungsnotiz des Kalenders kann dabei helfen, dass die Pause tatsächlich wahrgenommen wird, auch wenn Sie gerade in die Arbeit vertieft sind.

  • Wecker oder Apps läuten die Pause ein
    Wenn die Kalendererinnerung nicht ausreicht, damit Sie tatsächlich vom Schreibtisch aufstehen, stellen Sie sich einen Wecker. Auch Apps Ihres Smartphones können Sie bei der Einhaltung Ihrer Planung unterstützen. Das ist besonders nützlich, wenn Sie nicht immer am Laptop oder Computer arbeiten.

  • Machen Sie Notizen zu Ihren Arbeitsunterbrechungen
    Die Pausenplanung ist eine Abmachung, die Sie mit sich selbst getroffen treffen. Schriftlich festgehalten, fällt es vielen Menschen leichter, sich an Abmachungen zu halten. Sie können eine Tabelle erstellen, in denen alle Pausen und die jeweilige Dauer eingetragen werden. Durch die Visualisierung wird nicht nur die tatsächliche Einhaltung reflektiert, sondern kann darüber hinaus auch die Gestaltung der Pause verdeutlicht werden.

  • Pausen als persönliches Ziel
    Sehen Sie Ihre Pause nicht nur als angenehme oder gar ungewohnte Notwendigkeit, sondern betrachten Sie regelmäßige Pausen als Arbeits- und Wochenziel. Denn wie wir erfahren haben, helfen Pausen dabei, dass Sie Ihre Arbeit besser verrichten können und sind gesetzlich verankert. Pausen sind wichtig und haben deshalb neben all Ihren anderen Aufgaben einen Platz auf Ihrer To-do Liste verdient.

  • Gemeinsame Pausen mit Kollegen vereinbaren
    Egal, ob Sie sich zur Mittagspause verabreden oder einen kurzen Plausch bei einem Kaffee abhalten: Wenn Sie Pausen mit Ihren Kollegen absprechen, entsteht eine eigene Gruppendynamik und Sie werden eher gewillt sein, die Arbeit auch in stressigen Zeiten liegen zu lassen. Außerdem handelt es sich um eine nette Abwechslung, die der Teambildung dient.

Tipps für eine sinnvolle Pausengestaltung

Arbeitnehmer können Ihre Arbeitspause frei gestalten. Denn eine Mittagspause ist mangels Vergütung Teil Ihrer Freizeit. Damit die kurze Auszeit vom Schreibtisch aber tatsächlich bei der Regeneration hilft, sollte sie auch sinnvoll genutzt werden. Greif en Sie gleich zum Handy, um ein Telefonat zu führen oder E-Mails zu checken, sobald Sie das Büro verlassen, sind Sie weit weg vom eigentlichen Ziel der Regeneration und Erholung. Folgende Tipps können dabei helfen, dass Sie Pausen auch wirklich für sich nutzen.

o Abstand vom Arbeitsplatz und Smartphone
Nehmen Sie bewusst Abstand von Ihrer Arbeit und gewöhnen Sie sich an, auch Ihr Handy in der Tasche zu lassen. Am besten verlassen Sie gleich Ihren Arbeitsplatz und lassen das Smartphone auf dem Schreibtisch liegen, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen.

o Gesund Essen: In Gesellschaft und nicht am Schreibtisch
Das morgens gekaufte Sandwich vor dem Bildschirm zu essen und kauend die nächste E-Mail zu beantworten, ist keine wirklich geeignete Variante, um eine Mahlzeit einzunehmen- von einer sinnvollen Pausengestaltung ganz zu schweigen. Auch wenn die Realität in vielen Firmen anders aussieht, lassen Sie dies trotzdem nicht zu Ihrer Gewohnheit werden. Essen vor einem Bildschirm macht weder satt, noch können Sie die Mahlzeit genießen oder sich erholen. Auch die Verdauung leidet darunter. Besser ist es, mit anderen zusammen zu essen und sich dadurch abzulenken und von der Arbeit abzuschalten. Ein weiterer Tipp: achten Sie auch auf ein gesundes Essen am Arbeitsplatz.

o Vermeiden Sie es, ausschließlich über die Arbeit zu sprechen
Die Erlebnisse des letzten Wochenendes oder neue Urlaubspläne sind beliebte Themen am Mittagstisch. Für viele ist die Pause natürlich auch eine gute Gelegenheit, um sich zu Allerlei aus der Firma auszutauschen. Wir wollen Sie jetzt nicht zum Tratschen animieren. Aber Pausengespräche zur Arbeit ganz zu vermeiden ist eher unrealistisch, denn seien wir ehrlich: Sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen, kann auch unterhaltsam sein. Und der Arbeitgeber ist schließlich die große Gemeinsamkeit der Anwesenden.

o Die Pause ist kein Meeting – auch nicht bei vollem Terminkalender
Versuchen Sie Ihre Pause nicht zum nächsten Meeting werden zu lassen. Schon gar nicht, wenn Ihr Terminkalender so voll ist, dass Sie sich gezwungen fühlen, eine notwendige Besprechung mit der eigentlich wohlverdienten Mittagspause zu kombinieren. Denn gerade in Phasen mit einer hohen Termindichte, sind Pausen am Arbeitsplatz wichtiger denn je.

o Gehen Sie Spazieren
Frische Luft zu schnappen, dabei tief durchzuatmen und den Körper nach dem Essen zu bewegen, ist eine gesunde Abwechslung zu den Stunden auf dem Schreibtischstuhl oder in Besprechungszimmern. Außerdem erhalten Sie dadurch eine Portion Vitamin D und bringen Kreislauf sowie Verdauung in Schwung. Der Tapetenwechsel kann auch helfen, von der Arbeit im Kopf Pause zu machen.

o Power-Napping – das Mittagsschläfchen mit großer Wirkung
Das Nickerchen zur Mittagszeit ist für die allermeisten Arbeitnehmer kaum umsetzbar. Wer es aber für sich einrichten kann und den positiven, erfrischenden Effekt erlebt hat, wird es nicht mehr missen wollen. Wenn Sie es ausprobieren möchten, schlafen Sie nicht mehr als 20-30 Minuten. Ansonsten kann es sein, dass Sie bereits in der Tiefschlafphase sind, wenn der Wecker klingelt, Sie nur schwer in die Gänge kommen und sich der gegenteilige Effekt einstellt.


Kurze Unterbrechungen, wie die Bildschirmpause sinnvoll gestalten:


o Kurze Dehnübungen zwischendurch
Zwischendurch aufstehen und dem Körper etwas Bewegung gönnen, ist Gold wert. Strecken Sie sich und machen Sie ein paar Übungen. Das hilft dem Kreislauf und auch Ihre Wirbelsäule wird es Ihnen danken. Link zu Übungen?

o Regelmäßig Wasser trinken
Wenn Sie eine kurze Bildschirmpause einlegen, können Sie diese nutzen, um in die Küche zu gehen und einen Schluck Wasser zu trinken. Denn ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um Müdigkeit am Arbeitsplatz vorzubeugen und einen Beitrag zur eigenen Gesundheit zu leisten.

o Pflanzen gießen oder andere kleine Tätigkeiten verrichten
Haben Sie Pflanzen im Büro, die versorgt werden müssen oder hat gerade der Geschirrspüler verlauten lassen, dass er ausgeräumt werden muss? Mit diesen kleinen Tätigkeiten können Sie sich nicht nur die Beine vertreten. Ihre Kollegen werden es Ihnen auch danken.

o Einem Botengang nachkommen
Auch in Zeiten von E-Mails und Co. gibt es immer wieder kleinere Botengänge zu erledigen, wie zum Beispiel ein unterschriebenes Formular von A nach B zu bringen. Verzichten Sie dabei auf den Aufzug und gehen Sie zu Fuß.

o Eine kurze Unterhaltung mit den Kollegen führen
Schauen Sie doch kurz bei einem Kollegen vorbei oder fragen Sie nach, ob jemand Sie auf einen Kaffee begleitet. Das fördert die Zusammenarbeit und die Teambildung, zumal häufig auch über arbeitsbezogene Themen geredet wird. Wenn Ihre Kollegen nicht gerade selbst in Arbeit untergehen, freuen sie sich in der Regel über eine kurze Unterbrechung. Solange Sie dies nicht überstrapazieren, wird auch Ihr Arbeitgeber nichts dagegen haben. Denn eine gute Stimmung unter den Kollegen ist wichtig für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Fazit

Pausen sind wichtig, aber natürlich sind wir Menschen nicht immer konsequent in dem, was wir uns vornehmen. Prüfen Sie selbst, welche der Tipps für Ihre Situation gut passen könnten und versuchen Sie einige der Ideen für sich umzusetzen und zur Gewohnheit werden zu lassen. Vielleicht können Sie auch Ihre Kollegen begeistern und sich gegenseitig bei der Einhaltung von Pausen unterstützen. Nehmen Sie sich diesen Rat zu Herzen und trauen Sie sich, für Ihr Recht einzustehen. Denn Pausen schaffen eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.