Alle Angebote zzgl. MwSt.
Menü
Zurück
Zurück
Zurück
Büromöbelprogramme
Zurück

Schäfer Shop Büromöbelprogramme

Eine Welt voller Möglichkeiten

Jetzt entdecken
Unsere beliebtesten Programme:

Präsentationstechnik: Richtig präsentieren lernen

Bereits in der Schule sind die meisten Menschen damit konfrontiert, Präsentationen halten zu müssen. Das zieht sich, je nach Sparte, durch die gesamte Ausbildung und für viele gehören Präsentationen auch zum Büroalltag. Präsentationen lösen oft Unwohlsein aus, ist es doch nicht einfach, vor mehreren Personen einen Vortrag zu halten, der im besten Fall fesselnd, informativ und durchdacht ist. Mit den folgenden Tipps und Tricks gelingt es, sich effizient vorzubereiten, am Präsentationstag selbstsicher aufzutreten, erfolgreich zu präsentieren und die Zuhörer zu überzeugen.


Die richtige Vorbereitung

Alles beginnt damit, sich ideal auf die Präsentation vorzubereiten, damit es am Präsentationstag zu keinen Überraschungen kommen kann und man für alle Fälle gewappnet ist. Denn obwohl es manchmal so erscheint, als wären manche Menschen zum Präsentieren geboren, liegt das Geheimnis in der optimalen und akribischen Vorbereitung. Richtig präsentieren kann man lernen!
Bei der Vorbereitung gibt es einige Schritte zu durchlaufen. Im Mittelpunkt steht natürlich die inhaltliche Aufarbeitung, doch für eine gute Präsentation ist das Drumherum mindestens genauso wichtig. Kann man die Aufmerksamkeit des Publikums nicht auf sich ziehen und halten, bringt die beste inhaltliche Vorbereitung nichts. Von organisiertem Arbeiten profitieren Sie nicht nur im Kontext einer Präsentation. Lesen Sie unseren Beitrag zu Selbstorganisation im Büro.


Eckdaten bestimmen


Das Wichtigste zuerst: Die inhaltliche Aufbereitung des Themas und die Länge des Vortrags sind die Basis einer jeden Präsentation. Bereits dabei sollte man beachten, für wen die Präsentation gedacht ist, also seine Zielgruppe definieren, und die Themenaufbereitung und Wortwahl an diese Gruppe anpassen. Außerdem ist es wichtig zu wissen, welchen Zweck die Präsentation erfüllen soll. Ist sie rein informativ oder soll sie als Denkanstoß oder Arbeitsanweisung verstanden werden? Sollen die Leute danach Fragen stellen, soll sich eine Diskussion ergeben, oder eher nicht? All das muss im Vorfeld bedacht werden, um dann routiniert reagieren zu können.
Wichtig ist, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörenden ist beschränkt, umfangreiche Ausschweifungen werden Desinteresse auslösen. Außerdem sollte man unbedingt komplizierte Satzstellungen und sogenannte „Schachtelsätze“ vermeide. Sind diese schriftlich bereits schwer zu verstehen, ist es mündlich unmöglich, ihnen zu folgen.

Strukturierter Aufbau

Eine Präsentation muss einer klaren Struktur folgen, damit die Zuhörenden die darin enthaltenen Informationen gedanklich verarbeiten und speichern können. Die Einleitung dient dazu, die Aufmerksamkeit zu gewinnen und das zu präsentierende Thema vorzustellen, beispielsweise durch eine kurze, thematisch relevante Geschichte. Auch kann am Anfang eine These aufgestellt oder eine Leitfrage formuliert werden, die dann am Ende des Vortrags bestätigt, widerlegt oder beantwortet wird. Im Hauptteil des Vortrags können, einem logischen Aufbau folgend, verschiedene Punkte abgearbeitet werden. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Punkten sollen fließend verlaufen, Gedankensprünge möglichst vermieden werden. Der Vortragende wird zum Moderator, der das Publikum fesseln und ihm das Gefühl verleihen muss, der nächste Punkt wäre mindestens so interessant wie der eben präsentierte.
Je nach Länge der Präsentation kann es vorkommen, dass Teile der Zuhörenden währenddessen gedanklich abschweifen und verloren gehen. Das Ende des Vortrags soll diese Personen wieder zurückholen. Der Schlussteil wiederholt kurz und prägnant die wesentlichen Informationen, damit die Kernbotschaften in den Köpfen der Zuhörenden haften bleiben.


Unterlagen und Notizen erstellen

Vor allem Vortragende mit wenig Erfahrung neigen oft dazu, ihre eigenen Unterlagen und Notizen zu umfangreich zu gestalten und dann während der Präsentation förmlich daran zu kleben. Das sollte tunlichst vermieden werden. Es ist ratsam, statt ganzen Sätzen nur Stichwörter zu notieren, um nicht in Versuchung zu kommen, abzulesen und so sein Publikum zu überfordern. Es empfiehlt sich, Stichwörter, eventuell auch Bilder, auf Kärtchen zu notieren, die man während des Vortrags sowohl in der Hand halten als auch ablegen kann. Verzichten Sie auf voll beschriebene, unübersichtliche A4-Blätter, die bei jedem Umdrehen und Weglegen rascheln.

Präsentationstechnik wählen

Je nach Art der Präsentation und Größe des Publikums ist der Einsatz verschiedener Präsentationstechniken sinnvoll. Handelt es sich um einen rein informativen Vortrag mit einer hohen Dichte an Zahlen, Daten und Fakten, ist die bildliche Unterstützung durch ein Programm wie PowerPoint sehr empfehlenswert. Ist es ein interaktiver Vortrag mit einer Workshop-Komponente, wie etwa ein Brainstorming, bietet sich die Verwendung eines Flipchart an, um den Input des Publikums direkt festzuhalten. Prinzipiell gilt: Egal ob PowerPoint, Flipchart, Pinnwand oder Whiteboard – der Einsatz mindestens eines Mediums verleiht der Präsentation Mehrwert.
Sollte Ihre Präsentation im Rahmen eines Meetings stattfinden, in dem Sie sitzen werden, ist PowerPoint die am besten nutzbare Präsentationstechnik. Denken Sie eventuell über den Einsatz eines Laserpointers nach, da im Sitzen nur eingeschränkt gestikuliert werden kann. Unser Artikel über erfolgreiche Techniken und Methoden für Meetings bietet Ihnen weitere interessante Tipps und Tricks.

Alt bewährt aber tückisch: PowerPoint-Folien

PowerPoint und ähnliche Präsentationsprogramme in Verbindung mit Laptop oder PC und Projektor sind wohl der Klassiker unter den Vortragsmedien. Dass PowerPoint ein praktisches Medium für Präsentationen und Vorträge darstellt, ist klar. Nur gilt es für eine erfolgreiche PowerPoint-Präsentation einiges zu beachten, haben wir doch alle schon mindestens einmal einen Vortrag mit horrenden PowerPoint-Folien erlebt.
Hier einige grundlegende Tipps für eine erfolgreiche PowerPoint Präsentation:

  • Verzichten Sie, wenn möglich, auf Standard-Vorlagen. Firmenlogo, Seitenzahlen, Datum und Ort sind für Ihr Publikum nicht unbedingt von Relevanz.
  • Bauen Sie Videos, Animationen und Tonaufnahmen ein. Das verleiht Ihrem Vortrag eine gewisse Dynamik und sorgt für Abwechslung, vor allem bei längeren Präsentationen.
  • Keine ganzen Sätze verwenden, die Sie dann ablesen!
  • Halten Sie die Information auf den einzelnen Folien kurz, knackig und gut lesbar – präsentieren Sie lieber eine höhere Anzahl an Slides als eine große Fülle an Informationen und Wörtern auf einer Folie.


Flipchart, Whiteboard, Overheadprojektor – interaktives Handeln während der Präsentation

Je nach Räumlichkeit steht einem meist zumindest eine dieser Optionen zur Verfügung. Der große Vorteil dieser Medien: Sie ziehen die Aufmerksamkeit der Zuhörenden auf sich, da aktiv etwas gestaltet wird, möglicherweise sogar auf Basis von Wortmeldungen aus dem Publikum. Jedes dieser Medien bietet eine Reihe an Vor- und Nachteilen.
Auf Flipcharts können während des Vortrags perfekt Notizen gemacht werden, was der Präsentation eine gewisse Spontanität und Dynamik verleiht. Das Geschriebene kann zwar nicht wieder gelöscht werden, jedoch hat man die Möglichkeit, zu vorherigen Ideen und Aufzeichnungen zurückzublättern. Außerdem können Seiten abgetrennt und sichtbar an der Wand aufgehängt werden. Whiteboards ersetzen immer mehr die herkömmliche Tafel. Denn genau wie bei der Tafel können Notizen und Aufzeichnungen rasch gelöscht und neu gestaltet werden, aber es gibt auch weitere Features, die Whiteboards praktisch machen. So kann man auf ihnen mithilfe von Magneten oder Klebestreifen Arbeitsblätter, Poster usw. anbringen, man kann farbige Stifte verwenden und präzisere Zeichnungen anfertigen als mit Kreide.
Sowohl bei Flipcharts als auch bei Whiteboards sollte bedacht werden, dass sie sich aufgrund ihrer Dimensionen vor allem für Präsentationen und Vorträge vor kleinen Gruppen bis zu 30 Teilnehmenden eignen. Der Einsatz eines Overheadprojektors hat zwei klare Vorteile: Erstens ist die Projektion auch für eine größere Anzahl an Zuhörenden sichtbar und zweitens muss der Vortragende bei der Aufzeichnung seinem Publikum nicht den Rücken zudrehen, bleibt somit in besserem Kontakt zu seinen Zuhörenden.

Das Publikum aktiv mit einbinden

Handelt es sich bei Ihrem Vortrag um die Präsentation des Jahresbudgets, wird diese Methode eventuell schwer umsetzbar sein. Hat Ihre Präsentation jedoch ein gewisses Mitmach-Potential, gibt es Techniken, die das Publikum stark mit einbinden, zum Denken anregen und die Aufmerksamkeit steigern. So kann beispielsweise eine Pinnwand zum Einsatz kommen: Das Publikum wird gebeten, Gedanken, Ideen, Vorschläge auf Kärtchen zu notieren, welche dann auf der Pinnwand problemlos befestigt und beliebig kombiniert werden können. Natürlich kann das gleiche Konzept auch mithilfe eines Whiteboards und Magneten oder Klebefolie angewandt werden.

Techniken kombinieren bringt Erfolg

Die Kombination verschiedener Medien tut einem Vortrag sehr gut. So kann beispielsweise eine PowerPoint aufgelockert werden, in dem die virtuellen Folien mit einem Flipchart oder Whiteboard verbunden werden. Durch den abwechslungsreichen Einsatz hält man die Aufmerksamkeit des Publikums und kann sich persönlich entfalten.

Präsentation ohne PowerPoint oder Flipchart – geht das?

Wenn es aufgrund der Räumlichkeiten, der Technik oder aus anderen Gründen nicht möglich sein sollte, PowerPoint oder Flipcharts als Unterstützung zu verwenden, kann man seinen Vortrag natürlich auch ohne halten. Dabei muss man aber besonders vorsichtig in Hinblick auf Komplexität und Länge sein. Gut strukturierte, unkomplizierte Sätze, bildhafte Sprache, Veranschaulichung durch Geschichten sind von spezieller Bedeutung, damit das Publikum dem Vortrag ohne visuelle Unterstützung folgen kann. Außerdem empfiehlt sich diese Vortragsmethode nur für Präsentationen von bis zu 30 Minuten.

Handouts – Fluch oder Segen?

Die Frage, ob die Verteilung von Flugblättern sinnvoll ist oder nicht, muss wohl überlegt sein. Einerseits ist es toll, dem Publikum eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte der Präsentation zu überreichen, andererseits kann ein zum falschen Zeitpunkt ausgeteiltes Handout zum Verlust der Aufmerksamkeit führen. Deshalb müssen die folgenden Punkte beim Einsatz von Handouts im Vorfeld gut durchdacht werden: Welche Informationen soll mein Handout enthalten? Ist es eine Zusammenfassung meines Vortrags? Ist es ein Denkanstoß für weiterführende Auseinandersetzung mit dem Thema? Beinhaltet es eine während des Vortrags durchzuführende Übung? Wann teile ich mein Handout aus – unterstützt es meinen Vortrag oder lenkt es ab?

Üben, üben, üben

Die Präsentation ist fertig, die Unterlagen bereit, die Kleidung gewählt. Nun geht es ans Üben. Je besser Sie Ihre Präsentation kennen, desto weniger können Sie spontane Vorkommnisse aus der Bahn werfen. Man sollte seine Präsentation so oft wie möglich laut halten und einstudieren, wenn möglich mit Publikum, sei es der Partner, der Hund oder das Spiegelbild. Nach einigen Malen lautem Vorsprechen wird sich eine Routine einschalten, die für die tatsächliche Präsentation Gold wert ist. Kann man seine Präsentation halten, ohne auf die Folien, Notizen oder sonstige Unterlagen zu achten, ist man ausreichend vorbereitet. Dabei geht es natürlich nicht darum, die gesamte Präsentation auswendig zu lernen. Eine ausreichende Vorbereitung und viel Übung führt jedoch dazu, sich sicher zu fühlen und dem Publikum gegenüber selbstsicher aufzutreten. Und genau darin liegt das Geheimnis des erfolgreichen Präsentierens: Spricht man selbstsicher und überzeugend, wird das Publikum gefesselt sein, auch wenn kleine Fehler passieren.
Tipp: Üben Sie vor dem zu Bett gehen, denn das menschliche Gehirn verarbeitet im Schlaf die Impulse, die ihm während des Tages gegeben wurden.

Der Tag der Präsentation

Die Vorbereitung ist optimal gelaufen, man weiß, was man wem womit präsentiert. Nun kommt es zur Umsetzung der vorher festgelegten Pläne. Je nachdem, wie routiniert man in Sachen Präsentationen ist, beginnt so ein Tag bereits beim Frühstück (hier einige Ernährungstipps fürs Büro) und der morgendlichen Outfit-Wahl (Sie müssen sich wohl fühlen!) und endet mit der Fragerunde der Zuhörer.
Sobald Sie am Präsentationsort ankommen, durchlaufen Sie die folgenden Punkte:

  • Haben Sie ein elektronisches Präsentationsmedium gewählt, testen Sie die Funktionsfähigkeit unbedingt rechtzeitig vor Beginn des Vortrags, um etwaige Technikprobleme in Ruhe beseitigen zu können. Im besten Fall bringen Sie ein zweites Tablet oder einen zweiten Laptop mit, um für den Fall eines Technikausfalls gerüstet zu sein.
  • Handelt es sich um Ihren persönlichen Laptop, beenden Sie alle Hintergrundprogramme, um etwaige PopUps und störende Benachrichtigungen zu vermeiden.
  • Verwenden Sie Flipcharts, Whiteboards etc. überprüfen Sie, ob die jeweiligen Schreibutensilien vorhanden sind, die Höhe richtig eingestellt ist und das Medium korrekt im Raum platziert wurde.
  • Sprechen Sie über ein Mikrofon, testen Sie dieses auf seine Funktionsfähigkeit und Lautstärke.
  • Findet Ihre Präsentation im Sitzen statt, achten Sie darauf, einen strategisch guten Platz zu wählen, von dem aus Sie sowohl Ihr Publikum als auch die Projektion etwaiger Präsentationsfolien im Auge haben.


Worauf achte ich beim Vortragen?

Obwohl es natürlich sinnvoll ist, sich vorher zu überlegen, wie man seine Präsentation gestaltet und worauf man beim Vortragen achtet, sollte man während des Vortrags unbedingt locker bleiben und sich nicht in Gedanken an Gestik, Mimik, Handhaltung und Ähnlichem verlieren. Sonst wirkt nämlich nicht nur das Auftreten nicht authentisch, sondern es geht auch die Konzentration auf das Wesentliche, nämlich die Information und die Message, verloren.
Deshalb lautet die Regel Nummer Eins: Authentisch handeln. Sind Sie nicht der Typ für ausgeprägte Gestik und Dauerlächeln, sollten Sie das bei Ihrer Präsentation nicht forcieren, denn das Publikum würde dies vermutlich sofort bemerken. Trotzdem kann man sich einige Eckdaten in Erinnerung rufen und während der Präsentation beachten.
Tipp: Streichen Sie den Zweifel „Was denken die Leute über mich?“ sofort aus Ihren Gedanken. Denn in der Regel achtet Ihr Publikum hauptsächlich dann auf Sie, wenn Sie etwas Interessantes zu sagen haben.

  • Blickkontakt: ist wichtig, um die Verbindung mit dem Publikum zu halten. Verstecken Sie sich nicht hinter Ihren Unterlagen, mit Blick auf Ihre Notizen, denn dann werden Ihnen Ihre Zuhörer schnell abhanden kommen. Dabei geht es aber keinesfalls darum, den Leuten in die Augen zu starren, denn das wird bereits nach wenigen Augenblicken von den meisten Menschen als unangenehm wahrgenommen. Lassen Sie Ihren Blick über die Teilnehmenden schweifen, bauen Sie eine Verbindung auf und, ganz wichtig, stören Sie sich nicht daran, dass einige der Zuhörenden vermutlich mit sich selbst beschäftigt sind.

  • Auftreten und Stimmeinsatz: Wie bereits erwähnt ist es besonders wichtig, authentisch zu handeln. Ob im Sitzen oder im Stehen: Jegliche Art des einstudierten Handelns wird vom Publikum wahrgenommen, eventuell als störend empfunden und lenkt vom eigentlichen Zweck der Präsentation ab. Dennoch gibt es einige Dinge, auf die man achten kann. Neigen Sie etwa dazu, sich während des Präsentierens exzessiv zu bewegen, hin und her zu laufen, wild zu gestikulieren oder Ähnliches, können Sie sich bereits in der Übungsphase bewusst überlegen, wie sie diesen Bewegungsdrang während der Präsentation einbauen könnten. So können Sie eventuell exzessive Handbewegungen dadurch verhindern, dass Sie etwas in den Händen halten, sei es ein Stift, oder die Notizkärtchen oder halten Sie sich am Podium fest. Versuchen Sie nicht, Ihre natürliche Gestik und Mimik zu stark zu unterdrücken, sonst werden Sie während Ihres Vortrags ständig daran denken, wie Sie Ihre Hände halten, wie viel Sie sich bewegen, ob und wann Sie lächeln etc. und das Wesentliche, nämlich Ihren Vortrag, aus den Augen verlieren. Stehen oder sitzen Sie aufrecht, um auch optisch Selbstsicherheit zu reflektieren. Körperhaltung ist ein wichtiger Bestandteil der Wahrnehmung des Gesamtpakets.
    Die menschliche Stimme ist ein mächtiges Instrument, das gezielt eingesetzt werden kann, um das Publikum an sich zu binden. Die Stimme reflektiert Selbstsicherheit, durch gezielte Vorbereitung kann vermieden werden, dass Sie, vor allem am Anfang, zittrig erscheint. Eine tiefe Stimmlage wirkt auf Zuhörende prinzipiell angenehmer, bei Aufregung wird die Stimmlage höher. Hat man sowieso eine etwas höhere Stimme, ist es umso wichtiger, die Stimmlage bewusst ein bisschen herunterzuholen. Doch auch hier: Nicht verstellen, sonst verlieren Sie an Ernsthaftigkeit. Setzen Sie außerdem die Lautstärke, mit der Sie sprechen, gezielt ein. Wird das Publikum unruhig und beginnt, sich flüsternd zu unterhalten, sprechen Sie leiser. Sie werden sehen, das Publikum reagiert.


  • Sprechgeschwindigkeit und Pausen: Nicht nur die Stimme, sondern auch die Art, wie man spricht, wirkt sich sehr stark auf das Auftreten aus. Je komplexer das Thema und je höher die Informationsdichte des Vortrags, desto langsamer und bedachter sollte gesprochen werden. Man muss seinem Publikum die Möglichkeit geben, das Erwähnte zu verarbeiten, bevor man zum nächsten Punkt übergeht. Nervosität führt oft dazu, dass sich die Sprechgeschwindigkeit wesentlich erhöht. Deshalb muss man sich bewusst damit auseinandersetzen und bedenken, dass das für einen selbst bekannte Thema für andere völlig neu sein kann.
    Auch strategisch eingesetzte Sprechpausen erleichtern das Verständnis des Vortrags. Geben Sie Ihrem Publikum Zeit, nachzudenken, die PowerPoint-Folie oder etwaige andere Notizen, Bilder etc. zu betrachten. Pausen können außerdem dazu eingesetzt werden, das eben Gesagte wirkungsvoll zu betonen.

Wie starte ich einen Vortrag?

Die Einleitung der Präsentation ist der wesentliche Teil. Das Publikum muss gleich am Anfang mitgerissen werden. Verliert man einmal dessen Aufmerksamkeit, kann man sie nur sehr schwer zurückgewinnen. Somit sind klassische Einleitungssätze wie „Guten Tag, ich bin XY, ich bin zuständig für Dies und Das und werde heute über jenes Thema sprechen“ zu vermeiden. Überlegen Sie sich etwas, was Ihr Publikum interessieren könnte. Beginnen Sie Ihren Vortrag mit einer Geschichte, einer Anekdote, einem interessanten Fallbeispiel und gestalten Sie so Ihren Präsentationsbeginn lebendig und mitreißend. Auch sehr effektiv sind Pausen vor dem Beginn. Halten Sie ein paar Sekunden inne, ziehen Sie das Interesse der Zuhörenden auf sich und beginnen Sie erst dann zu sprechen.

Wie fessle ich mein Publikum?

Verwenden Sie bei abstrakten Begriffen eine bildhafte Sprache. Geht es beispielsweise um Umweltthemen, kann das Wort grün verwendet werden. Das menschliche Gehirn kann komplexe Termini so besser verarbeiten und speichern. Je mehr von diesen Bildern in einer Präsentation vorkommen, desto besser kann das Publikum dem Erzählten folgen. Deshalb sollte eine lebendige Rhetorik gewählt werden, mit Geschichten und Metaphern. Und besonders wichtig ist: Immer positiv bleiben. Anstatt beispielsweise darauf hinzuweisen, was schief gegangen ist, sollte man sich darauf besinnen, was gut gegangen ist. Achten Sie auf eine klare Ausdrucksweise und vermeiden Sie altbekannte Floskeln, die beim Publikum ungewollte Assoziationen und im schlimmsten Fall Desinteresse auslösen.
Geschichten und persönliche Anekdoten können außerdem die eigene Glaubwürdigkeit unterstreichen. Kann man als Redner von persönlichen Erfahrungen mit dem Thema berichten, führt das erstens dazu, dass man eine andere Sprache benutzt, da etwas persönlich Erlebtes und nicht etwas Erlerntes wiedergegeben wird und zweitens, dass man mit dem Publikum eine Verbindung aufbaut, indem man etwas von sich selbst preisgibt. Die Zuhörenden können die Emotionen nachempfinden, sich in die Lage des Vortragenden versetzen und verspüren eine Zugehörigkeit. Eine Rhetorik, die das Publikum dazu bewegt, Empathie zu empfinden, wird als authentisch wahrgenommen.

Wie beende ich meine Präsentation?

Das Ende der Präsentation sollte ein Ziel verfolgen: Es soll etwas im Publikum auslösen. Eine Schlussfolgerung, die den Zuhörenden im Gedächtnis bleibt, sie zum Denken animiert und eventuell zu einer Handlung bewegt. Natürlich hängt das Ende stark von der Art des Vortrags ab, davon, was dieser auslösen soll und was darauf folgt. Kommt es danach zur Frage- und Diskussionsrunde, kann man sein Fazit mit Fragen an das Publikum verbinden. Spricht man zu seinen Mitarbeitern, baut man eine Arbeitsanweisung ein. Und handelt es sich um einen informativen Vortrag, möchte man seinem Publikum mit der Schlussfolgerung einen Denkanstoß liefern.

Feedback, Fragen und Nachbereitung

Überlegen Sie sich bereits im Vorfeld, was auf Ihren Vortrag folgt. Sei es eine Feedback-Runde, eine Fragerunde oder eine Diskussion: Bereiten Sie sich auf die jeweilige Situation vor, um Überraschungen zu vermeiden.

Begegnen Sie Feedback offen und wohlwollend, notieren Sie sich wichtige Punkte und geben Sie Ihrem Gegenüber stets das Gefühl, dass seine Meinung wichtig ist. Schließlich sollen die Zuhörenden die Präsentation positiv in Erinnerung behalten. Im Falle von unangenehmen Fragen oder Feedback bleiben Sie ruhig, konstruktiv und höflich. Je besser Sie sich im Vorfeld vorbereitet haben, desto geringer ist die Chance, dass Ihnen Fragen gestellt werden, die Sie nicht beantworten können.

Kommt es zu einer Frage und/oder Diskussionsrunde, sollten Sie sich bereits im Vorfeld überlegen, welche Fragen eventuell gestellt werden und welche Punkte weiterer Erklärungen bedürfen könnten. Werden Ihre Behauptungen hinterfragt, lohnt es sich, Quellen zitieren und Argumente untermalen zu können. Im Falle einer Diskussionsrunde stellen Sie sich auf Ihre Rolle als Moderator und Diskussionsführer ein, führen Sie eine Liste an Fragen und Denkanregungen mit sich, um ein eventuell nicht diskutierfreudiges Publikum zu animieren. Erwähnen Sie weitere Beispiele aus dem täglichen Leben und versuchen Sie, dadurch eine Verbindung aufzubauen und die Zuhörenden dazu zu bewegen, ihre Erfahrungen zu teilen.

Fazit

Gut präsentieren ist nicht schwer – wenn man weiß, wie es geht. Die gute Nachricht: Man kann richtig präsentieren lernen. Mit einer optimalen Vorbereitung, der passenden Wahl und dem korrekten Einsatz der adäquaten Präsentationstechniken ist schon einmal ein großer Schritt getan, um eine Präsentation erfolgreich zu gestalten. Außerdem muss auf eine klare und ruhige Aussprache, kurze und prägnante Satzstellung und persönliche Sprache geachtet werden. Werden Sie nicht zu theoretisch und abstrakt, sondern bauen Sie durch Geschichten, Anekdoten und persönliche Erfahrungen eine Verbindung zum Publikum auf. Eine gute und strukturierte Vorbereitung verhindert, dass Sie durch Überraschungen aus dem Konzept gebracht werden und sichert ein selbstbewusstes Auftreten. Bleiben Sie authentisch und stellen Sie sich auf Ihr Publikum ein. So steht einer erfolgreichen Präsentation nichts mehr im Wege.